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Enemy Territory: Quake Wars - Eine Enttäuschung
Seit dem Jahre 1996 geistert ein Name unaufhaltsam durch die Spielebranche – Quake.
Der erste Ego-Shooter, der vollkommen 3D war, setzte Maßstäbe. Was Grafik, Gegnerdesign, aber auch was Gewalt angeht.
Das sahen sowohl die Fachmagazine ( ... Nur die übertriebene Art der Gewaltdarstellung ist für schwache Gemüter sicherlich abstoßend.[PC GAMES 9/96, S. 58]), als auch die Bundesprüfstelle („Detailverliebte, um Splatterelemente angereicherte Tötungsanimationen [...] verfolgen u. a. das Ziel, Fun-Erlebnisse zu vermitteln.“) so. Schnell wurde der Shooter daher auf den Index gesetzt, und ein Name war geboren.
Quake. Beben.

Auch die Jahre 1997, 1999 und 2005 standen wieder im Stern dieses Namens. Die Nachfolger erschienen, und auch bei ihnen wurde nichts grundlegend geändert.
Jedes Mal überschlugen sich die Fachmagazine, und auch die Bundesprüfstelle lauerte schon... Dass es den Nachfolgern nicht anders ergehen würde, und diese auf den Index wandern, war mehr oder minder von Anfang an beschlossene Sache.
Heute, 2007, wird das Weltbild vieler Shooter-Freunde erschüttert. Mit Enemy Territory erscheint erstmals ein Quake, dass an den Grundfesten der Serie wackelt. Sicherlich, die Grafik wird sicher wieder überzeugen, auch das Gameplay wird sicher nicht schlecht. Dennoch liegt dem Spiel ein fahler Beigeschmack bei. Freigegeben ab 16 Jahren, und das unzensiert. Erstmals wird ein ungekürztes Quake nicht den Weg auf den deutschen Index finden. Ein Umstand, der Fans der Serie sauer aufstößt. Zugunsten einer niedrigeren Altersfreigabe, welche sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirkt, wurde mit den Grundfesten einer Legende gebrochen.
Für viele Fans ist dies jedoch mehr als nur ein das Sterben einer Legende – für sie ist es Hochverrat.
Als würde man Michael Schumacher in einer Mercedes A-Klasse um den Kurs von Maranello fahren lassen.
So geht es auch mir. Ich brauche kein Blut in Spielen, wenn sie ansonsten gut gemacht sind, eine überzeugende Atmosphäre aufbauen, das Spieldesign stimmt... Bei Quake ist das anders. Quake hat immer polarisiert durch seine Gewaltdarstellung, sie war von Anfang an Bestandteil des Spiels. Und daher bin ich, wie Millionen andere Fans auch, maßlos enttäuscht und werde Enemy Territory: Quake Wars links liegen lassen und statt dessen das schon 8 Jahre alte Quake 3 wieder installieren.

Es heißt, Helden leben lange, doch Legenden sterben nie.

Entweder ist also das Sprichwort falsch, oder Quake ist keine Legende. Zumindest nicht mehr. Splash Damage, dem Entwickler des Spiels, sei Dank...

Für mich hat sich die Quake-Serie damit erledigt. Vielleicht soll ET: Quake Wars eine neue Ära anbrechen lassen – für mich wurde nur eine beendet.

Geschrieben von DooMinator am Juli 25 2007 11:16:46 4699 gelesen · Drucken
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