Symbolik

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Symbolik

Symbolik betrifft in erster Linie Spiele, die im Zweiten Weltkrieg angesiedelt sind. Meist handelt es sich hierbei um Egoshooter oder Strategiespiele. Als Symbolik bezeichnet man die Kennzeichen des NS-Regimes, also vor allem Hakenkreuze, SS-Runen und Propagandaplakate. Im weiteren Sinne zählt man jedoch u.A. auch den Hitler-Gruß dazu. Da gemäß §86a StGB das Verwenden von Kennzeichen verfassungwidriger Organisationen mit Strafe bedroht wird, entfernen oder verfremden die Hersteller diese in deutschen Versionen. Dies reicht vom Tauschen der Hakenkreuze mit Eisernen Kreuzen (die nicht unter die verbotene Symbolik fallen), über das komplette Entfernen bis hin zum Verfremden der Story. So wurde aus den Nazis als Gegner in Return to Castle Wolfenstein in der deutschen Version eine Sekte gemacht. Andere Spiele, wie die Medal of Honor-Serie, lassen die Hintergrundgeschichte bestehen, entfernen aber alle problematischen Symbole und Kennzeichen. Ob man jedoch auf Seiten der Nazis spielt, oder ob man diese als Gegner hat, ist hierbei unbeachtlich. Entscheident ist allein das Vorhandensein verbotener Symbole. Anders als Filme werden Spiele nicht als Kunst anerkannt. Daher können sich Spieleentwickler anders als Filmemacher nicht auf die Kunstfreiheit berufen. Ebenso werden Spiele nicht als Historische Dokumentation angesehen, auch wenn es möglich ist, einen realen Geschichtsverlauf 1:1 nachzuspielen. Damit dürfen Spiele in Deutschland keine verbotene Symbolik aufweisen.

Spiele, die in der Originalversion aber eben solche enthalten, werden von der BpjM oft indiziert oder von zuständigen Behörden beschlagnahmt (so geschehen z.B. bei der unzensierten, englischen Version von Commandos: Behind Enemy Lines). Da beim Vorhandensein von Symbolik ein Straftatbestand erfüllt ist, wäre die Beschlagnahme rechtlich gesehen die richtige Verfahrensweise. Jedoch bleibt es oftmals "nur" bei der Indizierung.